Emmy Steinbrecher siegt in Halle/Saale

Die Athletin von der heimischen Leichtathletikgemeinschaft aus dem Alten Amt ging beim 10. Indoor Hope in der großen Leichtathletikhalle in Halle an der Saale an den Start. Starterfelder von 25 und mehr Kindern pro Altersklasse verlangten von den Gastgebern höchstes organisatorisches Geschick.

Bei dieser Leichtathletikveranstaltung müssen die Athleten über die 50 m, den Weitsprung sowie die 400 m ihr Können unter Beweis stellen. Neben den Einzeltiteln ist bei dieser Veranstaltung der Pokal für den besten Mehrkampf extrem begehrt.

Emmys Wettkampf begann mit dem Sprint über die 50 m. Im dritten von vier Vorläufen musste sie an den Start gehen. Sie gewann ihren Lauf souverän und qualifizierte sich als Schnellste insgesamt in einer Zeit von 8,10 sec. für das Finale.

Im Endlauf setzte sich Emmy nach 30 m an die Spitze des Feldes und siegte überlegen in 8,03 sec. vor der Zweitplatzierten in 8,16 sec. Mit dieser Leistung übernahm Emmy Platz 1 der deutschen Rangliste der neunjährigen Mädchen in der Hallensaison.

Als zweite Disziplin stand der Weitsprung auf dem Programm. Mit einer Weite von 3,44 m erreichte Emmy den Endkampf. Ihr glückte im weiteren Verlauf noch ein Sprung auf 3,53 m. Diese Weite reichte für den vierten Platz. Die Siegerin kam auf 3,85 m, die Zweite auf 3,75 m. Ein Beleg für ein hochklassiges Teilnehmerfeld.

Zum Abschluss des Wettkampftages wurden die 400 m gelaufen.

Die beiden schnellsten deutschen Mädchen über diese Strecke aus dem vergangenen Jahr traten in diesem Rennen gegeneinander an. Nach 2 Disziplinen nur um winzige 4 Punkte getrennt. Die Siegerin würde auch die Pokalwertung für den besten Mehrkampf gewinnen. Entsprechend angespannt war Emmy vor dieser Entscheidung.

Nach dem Startschuss übernahm Emmy sofort das Heft des Handelns. Sie wollte das Rennen von vorne für sich entscheiden. Nach 100 m setzte sie sich an die Spitze des Feldes. Maxi Rudolph vom SV Zörbig hielt dagegen. Emmy kämpfte und gab alles. Schließlich konnte sie sich von ihrer Kontrahentin absetzen und erreichte das Ziel in einer tollen Zeit von 1:13,31 min. mit einer neuen persönlichen Bestleistung. Maxi kam mit 1:16,23 min. ins Ziel.

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Mit einer Punktzahl von 1116:1091 konnte Emmy die Pokalwertung des 10. Indoor Hope knapp aber hochverdient für sich entscheiden. Überglücklich nahm sie den Pokal für die Siegerin von der Hallensprecherin entgegen. Diese kommentierte bei der Pokalübergabe mit einem Augenzwinkern, dass man in Sachsen-Anhalt „guter Gastgeber“ sei und den Titel gerne nach Niedersachsen reiche.